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Home Office als Risikofaktor – Deloitte Report 2021

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Home Office als Risikofaktor – Deloitte Report 2021

14.06.2021

Im Zuge der Corona-Krise waren Unternehmen seitens der Politik angehalten, so große Teile ihres Betriebes wie möglich so schnell wie möglich ins Home Office zu verlagern. Dabei schien auch unter Arbeitnehmern die Vorstellung vorzuherrschen, dass es bei bestimmten Tätigkeiten keinen Unterschied mache, wo man sie erledige, ob „auf Arbeit“ oder „zu Hause“. Ein Firmennotebook und ein Internet-Anschluss – und fertig. So haben nicht wenige gedacht, weshalb Unternehmen in der Öffentlichkeit immer wieder in die Kritik dafür gerieten, für die Umstellungen aufs Home Office zu lange zu brauchen oder einen entsprechenden Willen vermissen zu lassen.

Home Office

Eklatante Sicherheitslücken im Home Office

Rückblickend zeigt sich jedoch, dass die unter Handlungsdruck geratenen Unternehmen unter Vernachlässigung vieler Sicherheitsstandards eher zu schnell waren. Zumindest legt eine Studie aus Österreich einerseits einen starken Anstieg des Home Office bei abhängig Beschäftigten nahe, stellt zugleich andererseits aber auch eklatante Lücken in Sachen Datenschutz und IT-Sicherheit fest. Das hat eine telefonische Befragung von 500 Arbeitnehmern ergeben.

Laut der Studie von Deloitte Österreich in Kooperation mit Sora haben „vor der Corona-Pandemie noch knapp die Hälfte (45%) von zu Hause aus gearbeitet“, während „sich während des ersten Lockdowns in März und April 2020 plötzlich mit 84% die überwiegende Mehrheit der Befragten hauptsächlich oder teilweise im Home Office“ befand. Anhand einiger Eckdaten wird deutlich, welch eklatante Sicherheitsrisiken dabei in Kauf genommen wurden.

Beispiele für Sicherheitslücken

  • 56 Prozent der Befragten haben mit eigenen Endgeräten gearbeitet. Das Problem: Gar nicht oder nur schlecht gewartete Hardware ist ein leichtes Ziel für Cyber-Kriminelle.
  • Fast ein Fünftel (19%) hat bisweilen ein öffentliches W-Lan ohne Passwort genutzt.
  • Ganze 30 Prozent geben an, ihre Arbeitsunterlagen nie oder selten wegzuräumen, „bevor haushaltsfremde Personen (z.B. BesucherInnen, Reinigungskraft) kommen“.
  • 13 Prozent arbeiten ohne passwortgeschützten Sperrbildschirm.
  • 31 Prozent geben an, Sprachassistenten (Sira, Alexa, Cortana) im Haushalt zu nutzen. Das Problem: „diese können das Risiko für Cyber-Angriffe steigern. In Büroräumlichkeiten wäre das Dulden eines solchen Sicherheitsrisikos direkt im Arbeitsumfeld nicht denkbar.“
  • Bei über 50% können Personen aus dem eigenen Haushalt häufig oder manchmal bei Telefonaten oder Videokonferenzen zuhören oder zusehen.
  • 36% geben an, dass ihr Arbeitgeber den zu Hause genutzten Rechner nie auf Softwareupdates und Virenschutz überprüft hat.

Nach den Pandemie – IT-Strukturen prüfen

Sofern die etablierten Home Office Strukturen auch nach der Pandemie – und sei es nur teilweise – fortgesetzt werden, gäbe es im Sinne einer Nachbereitung einiges zu tun, die häuslichen Arbeitsplätze so sicher zu machen wie die in der Firma. Das betrifft gleichermaßen den Datenschutz im Sinne der DSGVO und die IT-Sicherheit in Hinblick auf CyberCrime.